Willkommen auf der Seite des Tierschutzvereins Bürger gegen Tiermissbrauch Bad Dürkheim e.V. 

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder stehen ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Die aktuellen Notrufnummern erfahren sie über unser Infotelefon: 06322 / 6059922

 

 

Oktober 2017

 

Zeitumstellung: Erhöhte Gefahr für Wildunfälle

 

Mit der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit am 29. Oktober steigt für Autofahrer die Wildunfall-Gefahr. Darauf weist der Tierschutzverein Bürger gegen Tiermissbrauch hin. Indem die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wird, fällt der Berufsverkehr weitestgehend genau in die Dämmerung und somit in die Zeit, in der viele Wildtiere unterwegs sind. Neben unzähligen Igeln, Mardern, Greif- und Singvögeln, sterben jedes Jahr im Durchschnitt allein etwa 200.000 Rehe und über 20.000 Wildschweine im Straßenverkehr. Mit 263.000 Wildunfällen im Jahr 2015 waren es nach Angaben der deutschen Versicherer mehr als je zuvor. Über 3.000 Menschen wurden verletzt, 13 starben. Um das Risiko zu minimieren, rät der Tierschutzverein Autofahrern insbesondere in Risikogebieten die Geschwindigkeit anpassen.

 

Besonders gefährlich sind Straßen durch Feld- und Waldgebiete – auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen. Zur Vorbeugung ist dort verstärkt eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise sinnvoll. So lange herannahende Fahrzeuge nicht schneller als 50 bis 60 Kilometer pro Stunde fahren, haben Wildtiere zumindest noch eine Chance zur Flucht. Autofahrer sollten einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten. Nur so hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen. Taucht Wild am Straßenrand auf, kann man versuchen, es durch lautes Hupen auf die Gefahr aufmerksam zu machen und vom Straßenrand zu vertreiben. Die Scheinwerfer aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil. Das grelle Licht kann die Tiere verwirren und ihnen jede Orientierungsmöglichkeit nehmen. Oft geraten sie erst dadurch wirklich in Gefahr. Zudem ist zu beachten, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgen.

 

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, ist umgehend die Unfallstelle abzusichern und die Polizei vor Ort zu informieren. Jeder Fahrzeugführer hat die ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern. Aber auch eine Person, die den Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln.

Oktober 2017

 

Garten für Wildtiere winterfit machen

 

Im Herbst wird es Zeit, den Garten winterfit zu machen –und zwar so, dass auch die Tiere etwas davon haben. Der Tierschutzverein Bürger gegen Tiermissbrauch e.V. gibt Tipps, wie man Igeln, Eidechsen oder Wildbienen das Überwintern erleichtert und wie man Wildtiere bei der täglichen Nahrungssuche unterstützen kann.

 

Akkurat angelegte und aufgeräumte Gärten machen es den Tieren schwer, Nahrung oder einen Unterschlupf zu finden. erklärt. Wer das Laub dagegen liegen lässt – zumindest auf einigen Haufen – bietet Igeln, Reptilien und Kleinstieren, wie Regenwürmern oder Käfern, die anderen als Nahrung dienen, ein Versteck. Statt zu Laubsaugern und –bläsern, die kleinere Igel und andere Tiere einsaugen und töten können, greift man besser zu Rechen oder Harke. Die stark gefährdeten Wildbienen bevorzugen zum Überwintern altes Gehölz, hohle Stängel verschiedener Pflanzen oder Baumhöhlen, die ihnen Schutz bieten. Verblühte Stauden sollten also auf keinen Fall abgeschnitten und tote Äste nicht entsorgt werden. Nutznießer von verblühten Stauden sind zudem viele Vögel, die aus den Blütenresten die Insekten herauspicken.

 

Artgerechte Zufütterung kann helfen

Vögel kann man bei lang anhaltendem Frost oder Schnee zufüttern – je nach Art mit Körnerfutter, etwa mit Sonnenblumenkernen oder Getreide, mit Insektenlarven oder mit Obst, zum Beispiel mit Äpfeln. Eichhörnchen legen zwar Futtervorräte für den Winter an, kommen aber bei Bodenfrost oft nicht an die vergrabenen Schätze heran. Sie freuen sich ebenfalls über Sonnenblumenkerne, aber auch über Bucheckern, Wal- und Haselnüsse oder Äpfel und Birnen. Igel müssen sich bis zum Beginn des Winterschlafs – je nach Witterung ab Anfang Oktober - ausreichend Fettreserven anfressen. Für junge Igel kann im Herbst eine Zufütterung sinnvoll sein. Dabei sollte man auf artgerechtes Futter zurückgreifen, etwa auf Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Milch und Essenreste sind dagegen ungeeignet.

 

Welttierschutztag am 4. Oktober

 

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober ruft der Tierschutzverein Bürger gegen Tiermissbrauch e.V.  gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund und allen angeschlossenen Mitgliedsvereinen das Leitmotto „Eine Mehrheit für den Tierschutz - Bundestagswahl ist Tierschutzwahl“ aus. Die Tierschützer betonen, dass von der Bundestagswahl neue Impulse für mehr Tierschutz ausgehen und der karitative Tierschutz vor Ort gestärkt werden muss. Der Welttierschutztag geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, den Schutzpatron der Tiere.

 

Der Tierschutz ist in unserer Gesellschaft unwiderruflich verankert und auch längst kein politisches Nischenthema mehr. Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren zu wenig bewegt. Für die Aufgaben, die Tierschutzvereine im Auftrag von Kommune oder Behörden übernehmen – für die Betreuung von Fundtieren oder beschlagnahmte Tieren - wollen sie keine Almosen, sondern ein Leistungsentgelt. Dies wäre auch bei jedem anderen Dienstleistungsunternehmen, das im Auftrag der Gemeinde arbeitet, eine Selbstverständlichkeit. Und wenn die Kommune kein Geld hat, dann müssen das Land oder der Bund einspringen. Schließlich ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert.

 

Tierschutzvereine betreuen im Jahr etwa etliche Tiere, ein Großteil davon sind Fundtiere. Deren „Verwahrung“ ist – genauso wie bei anderen Fundsachen – eine Pflichtaufgabe der Kommune, die das Tierheim/der Tierschutzverein im Auftrag übernimmt. Die Kommune müsste die Aufwendungen des Vereins dafür vollständig bezahlen. Das Geld, das das Tierheim/der Tierschutzverein erhält, deckt die realen Kosten jedoch oft nicht. Der Tierschutzverein muss eigene Gelder aus Spenden zuschießen. Neben der Stärkung des karitativen Tierschutzes vor Ort gehören ein bundesweites Verbandsklagerecht und die grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes, eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen, eine Nutztierstrategie und ein Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen zu den Kernforderungen des Deutschen Tierschutzbundes und seiner Mitgliedsvereine.

Wir fordern die frisch gewählten Abgeordneten aus unserer Region auf, mit uns gemeinsam für mehr Tierschutz in Berlin zu kämpfen!

Bücherflohmarkt

Am Samstag, 24.06. finden Sie uns von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Römerplatz in Bad Dürkheim mit einem Bücherflohmarkt.

Alle Bücher kosten 1,-€. Der Erlös des Verkaufs fliesst zu 100% in die Tierschutzarbeit unseres Vereins.

Wir freuen uns auf Sie!

(bei Regenwetter muss der Flohmarkt leider ausfallen)

Wir freuen uns über jede Menge Katzenfutter

Dank der Kuchenverkaufsaktion bei Nah und Gut Stiegler, bei der Herr Stiegler und sein Team selbst Kuchen backten und verkauften, konnten wir über Nah und Gut Katzennass- und Trockenfutter im Wert von sagenhaften 1.000 € erwerben.

Das Futter kommt unseren vielen herrenlosen Katzen zugute und wir sagen „ Herzlichen  Dank“ für so viel Engagement zugunsten der Tierschutzarbeit.

Müllsammelaktion

Am 11. März war es wieder soweit:  wir haben die Müllsammelaktion, die einmal jährlich in Bad Dürkheim stattfindet unterstützt und 10 Tierschützer  sind losgezogen und haben rund um den Michelsberg aufgeräumt. Ganz negativ fiel in diesem Jahr auf, dass neben den vielen Flaschen auch wieder wesentlich mehr Plastik in der Natur liegt.

Es sieht nicht nur unmöglich aus, sondern schadet der Tier- und Pflanzenwelt.

Nehmt Euern Müll mit nach Hause und traut Euch auch Menschen anzusprechen, die ihren Müll gedankenlos in der Natur liegen lassen.

Jungvögel nicht einfach mitnehmen…..

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden. Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt und sich möglichst fachkundigen Rat einholt, bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

Die fast flügge Vogelbrut verteilt sich nach dem Verlassen des Nestes an verschiedene Stellen des Gartens oder Wäldchens. So können nur einzelne Tiere, und nicht die gesamte Brut auf einmal, von natürlichen Feinden entdeckt werden. Dass es sich bei den Jungvögeln um wirklich verwaiste und nicht um „Scheinwaisen“ handelt, kann man durch längeres – zwei bis drei Stunden –, vorsichtiges Beobachten aus einem Versteck, wie etwa hinter einer Fenstergardine, erkunden. Lediglich wenn Gefahr droht, wenn Jungtiere beispielsweise auf der Straße sitzen, sollte man eingreifen, die Jungtiere wegtragen und an einem geschützten Ort, aber nicht zu weit vom Fundort wieder absetzen.

Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als „Ästlinge“ im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter, im Falle der nachtaktiven Eulen noch dazu zur falschen Tageszeit, sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. Wer einen solchen kräftig wirkenden „Scheinwaisen“ findet, sollte ihn am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke, umsetzen. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Vögel stören sich im Gegensatz zu manchen Säugetieren nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungvögel übrigens nur vorübergehend und nur dann aufgenommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit tatsächlich hilflos sind. Jungvögel, die mit nach Hause genommen werden, haben selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Die elterliche Fürsorge in der Naturaufzucht kann niemals ersetzt werden, so dass die Handaufzucht immer nur die zweitbeste Lösung ist. Nur bei deutlich geschwächt wirkenden oder wirklich verwaisten Vögeln ist die Handaufzucht zu empfehlen, wie auch in Fällen, in denen durch Unwetter, Baumaßnahmen oder dergleichen der Nistplatz zerstört ist.

Zur Gewährleistung der tiergerechten Aufzucht und auch zur Vermeidung der Gefahr der Fehlprägung auf den Menschen, welche eine spätere Wiederauswilderung nahezu unmöglich macht, sollten solche Jungvögel nach Möglichkeit in eine anerkannte
Auffangstation oder Vogelpflegestation gebracht werden. Diese können bei den Gruppen des NABU, den Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte, Zoologischen Gärten oder auch bei Tierärzten oder Tierschutzvereinen erfragt werden.

 

(Quelle:NABU)